Mobbing | Harms & Haben

Mobbing

Frauen steigen aus

Publikationsthema:

Cover Mobbing
Erscheinungsjahr: 
2007
ISBN: 
978-3-936937-51-0
Beschreibung der Publikation: 

Seit 1993 das erste Mobbing-Buch von Leymann erschien, hat es eine rasante Entwicklung im öffentlichen Bewusstsein zum Umgang mit Mobbing gegeben. Mittlerweile sind zu diesem Thema mehr als 100 Bücher publiziert worden, auch wir haben das „Hamsterrad“ (2000) und „In eigener Sache“ (2002) beigesteuert.

Wir werden häufig gefragt, wo wir uns im Spektrum der Publikationen von JuristInnen, MedizinerInnen, Betroffenen, PsychotherapeutInnen und LebensberaterInnen wiederfinden. Das fragen wir uns auch selbst, und kommen heute zu anderen Antworten als vor zehn Jahren, und dieser Entwicklung möchten wir mit unserem neuen Buch Rechnung tragen.

Wenn wir unsere Haltung in der Mobbingproblematik heute definieren, so ist sie am ehesten miteiner Lotsenfunktion zu beschreiben, einer Begleitung für eine begrenzte Zeit durch unbekanntes Gewässer. Unsere Aufgabe sehen wir darin, die Menschen, mit denen wir arbeiten, von einer reaktiven in eine aktive Haltung zu begleiten. Dabei spielt es keine Rolle, mitwelchem Hintergrund unser „Rat“gesucht wird, für uns gibt es nicht die Betroffenen, die Leitung, die Frauenbeauftragten, die PersonalrätInnen; der Mensch mit seinem Anliegen steht im Vordergrund.

Die Idee zu diesem Buch war ursprünglich, ein kompaktes Selbsthilfebuch zu Mobbing vorzulegen. Am Anfang dachten wir deshalb daran, unsere beiden „alten“ Mobbingbücher zusammenzulegen, sie zu überarbeiten und zu aktualisieren. Während dieser Arbeit packte uns dann aber doch wieder die Lust am Schreiben und es entstand die Idee, beide Bücher „anders“ zueinander in Bezug zu setzen. Daraus entwickelte sich ein neues Gesamtkonzept, das über den Selbsthilfecharakter hinaus geht und auch die Perspektiven von Leitung, Personalrat und KollegInnen einnimmt.

Was schrieben die Anderen: 

Aus Hamster wird Löwin

Jede neunte Person in Deutschland ist im Laufe ihres Erwerbslebens mindestens einmal gemobbt worden. Rund 82 % jener Menschen, die Hilfe und Beratung suchen, sind Frauen. Die Autorinnen zeigen, dass Mobbing eine permanente Stresssituation ist, die weit über die Arbeitszeit hinausreicht. Hilfestellungen finden sich in diesem Buch nicht nur für die konkrete Situation am Arbeitsplatz, sondern auch für den körperlichen und mentalen Ausgleich. Großes Plus: Nicht nur die Perspektive der gemobbten Person wird behandelt, sondern auch die unterschiedlichen Motivationen der Mobbenden. Mobbing hat viele Facetten, und auch LeserInnen, die bisher der Meinung waren, noch nie mit Mobbing konfrontiert gewesen zu sein, werden eigene Arbeitskonflikte in einem helleren Licht beurteilen können. Zudem gibt es Tipps für Führungskräfte und BetriebsrätInnen, wie einer solchen Situation professionell beizukommen ist und eine für alle Beteiligten befreiende Lösung erarbeitet werden kann. So liest sich das Buch wie ein konstruktives Coachinggespräch, das die LeserInnen beim „Ausstieg aus dem Hamsterrad“ begleitet.

Claudia Saller/Frauenzimmer, Die feministische Buchhandlung